Am 3. November finden in den USA die sogenannten Midterm-Wahlen statt, bei denen alle Abgeordneten des Repräsentantenhauses und rund ein Drittel der Senatoren neu gewählt werden. Wie stets können diese Wahlen als Zwischenzeugnis für die aktuelle Präsidentschaft gewertet werden. Eine wichtige Rolle werden die hohen Preise spielen, für die unter anderem Trumps Zollpolitik verantwortlich gemacht wird. Wie denkt das Volk über Trumps Handels- und Zollpolitik? Darauf gibt eine Umfrage von CFR-Morning Consult Antworten (CFR steht für Council on Foreign Relations). Danach glauben 41 Prozent, dass Zölle höhere Preise zur Folge haben. Uneinig sind sie sich allerdings, wer die höheren Preise bezahlt. 41 Prozent glauben, dass sie zu Lasten der amerikanischen Verbraucher gehen, 40 Prozent sagen, dass der ausländische Lieferant die Zeche zahlt.
Als faire Handelspartner sieht die Mehrheit befreundete Staaten an: Kanada (56 Prozent), Japan (54), EU (53) und Mexiko (52). 40 Prozent sagen, dass China ein unfairer Handelspartner sei. Trotzdem finden 43 Prozent, dass die gegenwärtigen Zolltarife gegenüber China (im Schnitt sind es 23,2 Prozent) zu hoch seien. Bei den Demokraten sind sogar 60 Prozent dieser Meinung. Betroffen von den hohen Zöllen auf chinesische Waren seien kleine und mittlere Unternehmen, Farmer, die Mittelklasse und Fabrikarbeiter. Ob sie deshalb Trump bei den Midterms einen Denkzettel verpassen werden?
Info:
Hier der Artikel von Allison J. Smith über die Ergebnisse des CFR-Morning Consult: https://www.cfr.org/articles/before-the-midterms-what-americans-think-about-trade-and-tariffs