Keyu Jin ist eine Ökonomin, die an der Hong Kong University of Science & Technology (HKUST) lehrt. Bekannt wurde sie durch ihr 2023 erschienenes Buch: „The New China – Beyond Socialism and Capitalism“). Nun hat sie in einem Artikel für das amerikanische Magazin TIME eine interessante These aufgestellt: „China cannot remain the world´s factory.“ China könne nicht mehr wie bisher die Welt mit seinen Produkten versorgen, weil es überall auf Widerstände stoße. In den USA, in Europa, aber auch im Globalen Süden wehren sich die Länder mit Zöllen und Exportkontrollen. „Most countries do not simply want to buy Chinese products, they want factories of their own.” Chinas große Herausforderung in den nächsten Jahrzehnten werde deshalb sein, eine neue Strategie zu entwickeln. Wie die aussehen könnte, skizziert Jin so: „A shift from being the factory of the world to an exporter of industrial and technological capabilities.” China habe ein einzigartiges industrielles Eco-System, das man exportieren könne: „What China can now export is not just what it makes, but what it has learnt about how to make it.” Aber warum sollte China sein Produktions-Know-How exportieren? Warum sollte es seine Wettbewerber von morgen „ausbilden“? Diese berechtigten Fragen stellt Jin, um sie gleich zu beantworten: „Because the alternatives may be worse.“ Vier Jahrzehnte lang habe China von einer Welt profitiert, die bereit war, Kapital, Technologie, Wissen und Märkte mit China zu teilen. Nun müsse China lernen, zu teilen: „The question for the next few decades is whether China can do the same for others.”
Info:
Hier der Artikel von Keyu Jin in TIME: https://time.com/article/2026/10/23/china-manufacturing-technology-export-economic-strategy/