STUDIE I Rohstoffe

Europa ist bei kritischen Rohstoffen nach wie vor sehr stark von China abhängig. Wege aus dieser Abhängigkeit versucht die Studie „Out of the Dependency Trap“ des Berliner Thinktank Global Public Policy Institute (GPPi) aufzuzeigen. Die vier Autoren Florian Klumpp, Jakob Hensing, Thorsten Benner und Louca Derville erklären zunächst, „why Germany‘s and Europe‘s Critical Raw materials Policy Falls Short“. Sie kritisieren, dass die politischen Ansätze Deutschlands und Europas nach wie vor zu stark auf der falschen Annahme beruhen, dass bessere Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliche Projekte in Europa und anderen Teilen der Welt ausreichen, um Rohstofflieferketten zu diversifizieren. Politische Maßnahmen, die sich in erster Linie auf die Ausweitung des Angebots durch Reformen von Genehmigungsverfahren, finanzielle Risikoabsicherung und Projektförderung in Partnerländern konzentrieren, würden deshalb nicht ausreichen. Sie plädieren deshalb unter anderem für eine stärkere Gewichtung von Recycling, Substitution und Effizienz. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Partnern verstärkt werden. Als Vorbilder einer aktiven Rohstoffpolitik werden die USA und Japan genannt.

Info:

Hier gibt es die 56seitige Studie „Out of the Dependency Trap“: https://gppi.net/2026/05/12/out-of-the-dependency-trap

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