DIM SUM

IIn Beijing geben sich gerade führende Politiker mehrerer Staaten die Klinke in dje Hand. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez ist bereits zum vierten Mal in China. Gleichzeitig waren der neue vietnamesische Präsident To Lam und der Kronprinz von Abu Dhabi Sheih Khaled vor Ort. Ach so: Russlands Außenminister Sergej Lawrow ist auch da. Aber das ist ja schon fast keine Meldung mehr wert. +++ Die Eiszeit zwischen dem Europäischen Parlament und China scheint vorbei zu sein. Soeben war eine Delegation des Binnenmarktausschusses (IMCO) im EP unter Leitung der deutschen Grünen-Politikerin Anna Cavazzini in China. Mit dabei war auch der Deutsche Engin Eroglu (Freie Wähler), der Vorsitzende der China-Delegation des EP ist. Er schrieb nach Ende der Reise: „Mein Eindruck: Hauptziel von Chinas Seite war es, das starke Eis zu brechen und eine belastbare Grundlage für kommende Gespräche zu schaffen“. Gespräche wird es demnächst mehrere geben. Bereits im Mai werden Eroglu und seine China-Delegation China besuchen. Im Juli will dann der Außenpolitische Ausschuss (AFET) und im Oktober der internationale Handelsausschuss (INTA) nach China reisen. +++ In China wird wieder mehr geheiratet. Die Zahl der geschlossenen Ehen stieg 2025 auf 6,77 Millionen. Das sind 657 000 mehr als im Vorjahr, was einem Anstieg von 11 Prozent entspricht. Experten erklären sich den Anstieg mit der Abschaffung der Regel, dass Paare nur am Ort ihrer Registrierung (haokou) heiraten dürfen. Die Zahl der Scheidungen ging um 770 000 auf 2,743 Millionen zurück. +++ Der Robotikhersteller Unitree bietet sein günstigstes Humanoid-Modell R1 nun auch im Ausland über AliExpress an. Das Modell kostet in China 29 900 Yuan. Das sind umgerechnet 4370 Dollar. Wieviel der 1,23 Meter große und mindestens 27 Kilogramm schwere menschliche Roboter in Europa kosten wird, hat das Unternehmen noch nicht bekanntgegeben. +++ Die Philippinen haben auf der Insel Thitu eine Station der Küstenwache etabliert. Das wird China nicht gefallen, denn die Volksrepublik meldet ebenfalls Anspruch auf die Insel im Südchinesischen Meer an. +++ Eine Delegation von Managern aus acht indischen Unternehmen ist Anfang des Monats nach China gereist. Es ist die erste Reise einer indischen Wirtschaftsdelegation nach China seit über fünf Jahren. +++ Die deutsche Drogeriekette Müller wird nun doch nicht in den chinesischen Markt einsteigen. Eine entsprechende Meldung des Handelsblatts hat das Unternehmen mit Sitz in Ulm bestätigt. Nach Angaben der Wirtschaftszeitung seien die Planungen schon sehr weit fortgeschritten gewesen. Die erste Filiale sollte im vierten Quartal 2026 eröffnet werden. Das Unternehmen begründet den Rückzug damit, dass man sich doch mehr auf den europäischen Markt konzentrieren wolle.

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