Ein Jahr hat Donald Trump nun in seiner zweiten Amtszeit hinter sich. Zeit für eine Bilanz, was seine China-Strategie anbetrifft. Dies taten Patricia M. Kim und Joyce Yang in dem Brookings-Report „Making America great again? Evaluating Trump´s China strategy at the one-year mark”. Die beiden Autorinnen untersuchten vier Ziele, die sich die Trump-Regierung im Hinblick auf China gesetzt hat: Erstens die Reindustrialisierung der US-Wirtschaft; zweitens den Erhalt der Führungsrolle bei Künstlicher Intelligenz; drittens Reduzierung der strategischen Abhängigkeiten von China und viertens ein Steigern des Ansehens der USA in der Welt. Bei allen vier Zielen kommt der Report zu dem Ergebnis: Ziele verfehlt. So sehen sie bei der Reindustrialisierung keine großen Fortschritte. Bei KI würde China aufholen: „China is consolidating a more self-sufficient AI ecosystem.” Auch die Reduzierung der Abhängigkeit gelinge nicht von heute auf morgen: Building alternative supply chains requires timelines and policy consistency that exceed short political cycles.” Und auch das Ansehen der USA habe sich nicht verbessert: „Favorability toward the U. S. has declined sharply among allies, while perceptions of China´s economic influence have risen.”
Das Fazit der Autorinnen Kim und Yang lautet: „Ambition and rhetoric have outpaced tangible results.”
Info:
Hier kann man den Brookings-Report downloaden: https://www.brookings.edu/articles/making-america-great-again-evaluating-trumps-china-strategy-at-the-one-year-mark/