Das Titelthema der Januar/Februar-Ausgabe von Foreign Affairs ist „How Strong Are the Strong Men“. Es geht also um autoritäre Herrscher, zu denen man inzwischen ja auch den US-Präsidenten zählen muss. Explizit mit China beschäftigen sich zwei Artikel in dieser Ausgabe. Zum einen Zongyuan Zoe Liu (Columbia University) in „China’s Long Economic War“. Zum anderen erklärt Elizabeth Economy (Hoover Institution/Stanford University) “How China Wins the Future – Beijing´s Strategy to Seize the New Frontiers of Power”. Die neuen Fronten der Macht sind laut Economy der Meeresgrund, die Arktik, der Weltraum, der Cyberspace und das internationale Finanzsystem. „These domains form the strategic foundation of global power“, schreibt Economy. Beijing habe im Gegensatz zu den USA diese new frontiers schon seit Jahren und Jahrzehnten strategisch angegangen. Mittlerweile sei China in diesen Bereichen führend – außer im internationalen Finanzsystem, das immer noch vom Dollar dominiert wird. Die USA hätten drei Optionen: “step back and grant China the space it wants, try to find common ground, or actively compete.” Economy spricht sich klar für die dritte Option aus, sagt aber, dass diese eine klare amerikanische Strategie voraussetzt und viel Geld kostet.
Info:
Hier die Übersicht über die Ausgabe Januar/Februar von Foreign Affairs: https://www.foreignaffairs.com/issues/2026/105/1