ARTIKEL I Stadion-Diplomatie

In der Elfenbeinküste wird derzeit der 34. African Cup of Nations ausgetragen, die kontinentale Fußballmeisterschaft. Gespielt wird in sechs Stadien. Drei davon wurden von China gebaut und finanziert. Unter den dreien ist das Stade Olympique Alassane Quattera (so heißt der aktuelle Präsident des Landes) mit 60 000 Plätzen das größte. Dieses Engagement in der Elfenbeinküste sei Teil einer Stadion-Diplomatie, die China über den Kontinent einsetze. Das schreiben die beiden Autoren Simon Chadwick (Professor an der SKEMA Business School, Paris) und Chris Toronyi (Loughborough University London) in einem Artikel für The Conversation. Auch in Angola, Äquatorialguinea, Mali und Kamerun hätten die Chinesen Stadien gebaut. Sie seien entweder geschenkt worden oder zu sehr günstigen Krediten finanziert worden. Als Gegenleistung für diese Großzügigkeit hätte China häufig besseren und bevorzugten Zugang zu Rohstoffen in den genannten Ländern bekommen. Allerdings – so die beiden Autoren- drohe jetzt den Chinesen Konkurrenz beim Stadionbau – von Saudi-Arabien, das massiv in den Fußball investieren wolle: „At the heart of Saudi plans is the intention to position itself as an “Afro-Eurasian” hub of international football.“

Info:

https://theconversation.com/africa-cup-of-nations-showcases-the-continents-finest-footballers-and-chinas-economic-clout-220313

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