Während die G7-Staaten sich im französischen Evian trafen, stellte – Zufall oder nicht – Chinas Außenminister Wang Yi auf einer Pressekonferenz in Beijing ein Weißbuch vor, wie sich China die Welt vorstellt. Das Papier hat den Titel „More Just and Equitable Global Governance: China’s Principles, Proposal, and Actions.” Auf Deutsch: „Gerechtere und ausgewogenere globale Governance: Chinas Grundsätze, Vorschläge und Maßnahmen“. Es ist jedenfalls eine andere Welt als die der G7, die sich immer noch als Nabel der Welt betrachtet. Die alte Weltordnung, die nach dem zweiten Weltkrieg geschaffen wurde, sei längst nicht mehr zeitgemäß. Beijing plädiert deshalb in dem Weißbuch für eine größere Vertretung des globalen Südens, insbesondere Afrikas, in internationalen Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank sowie im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.
Info:
In diesem Artikel von China Daily ist ein Link zum Weißbuch in englischer Übersetzung und voller Länge: https://www.chinadaily.com.cn/a/202606/17/WS6a32005ba310986e2b460716.html