Der westliche Pazifik ist eines der gefährlichsten Gewässer der Welt. Dort befindet sich das Südchinesische Meer, das Ostchinesische Meer und das Japanische Meer. Zwischen vielen Staaten gibt es Streitigkeiten. China liegt mit fast allen Anrainerstaaten im Südchinesischen Meer im Clinch, Korea und Japan streiten sich um ein paar unbewohnte Inselchen und schließlich liegt dort auch die umstrittene Insel Taiwan. Kein Wunder also, dass in diesen Gewässern jede Menge Militärschiffe der Anrainerstaaten unterwegs sind. Zu ihnen gesellen sich noch viele Boote der US-Navy, denn die USA verstehen sich ja nach wie vor als pazifische Macht und zeigen deshalb regelmäßig Flagge im Westpazifik. Doch damit nicht genug: Auch immer mehr europäische und australische Kriegsschiffe werden in der Region gesichtet. Darauf weist ein Report der South China Sea Strategic Situation Probing Initiative (SCSPI) hin, ein 2019 gegründeter chinesischer Thinktank. Rund 200 Kriegsschiffe aus 18 Ländern haben die Forscher im vergangenen Jahr gezählt, 109 davon aus den USA. Direktor Hu Bo schreibt im Vorwort: „In recent years, European countries like the United Kingdom, France and Germany, along with US allies such as Australia and Canada, have notably increased their military presence in the Western Pacific region.” Insbesondere die französische Marine sei das ganze Jahr mit kleineren Überwachungsschiffen im Pazifik unterwegs.
Info:
Hier kann man den Report downloaden: https://www.scspi.org/en/yjbg/report-military-activities-non-us-extra-regional-countries-western-pacific-2025