Die EU-Kommission prüft die Übernahme des Unternehmens Ceconomy, dem die Elektromärkte MediaMarkt und Saturn gehören, durch den chinesischen Online-Konzern JD.com. Das hat die EU-Kommission am 28. Mai beschlossen. Sie habe Bedenken, dass JD.com möglicherweise drittstaatliche Subventionen erhalten habe. Darunter versteht sie Finanzierungen zu Vorzugsbedingungen (sprich: günstige Kredite), Steueranreize und „Zuschüsse von Akteuren, die möglicherweise der Volksrepublik China zuzurechnen sind“. Durch diese Subventionen hätte JD.com eventuell ein hohes Angebot abgeben können, vermutet die Kommission. Außerdem hat sie Bedenken, dass diese Subventionen zu Wettbewerbsverzerrungen im europäischen Binnenmarkt führen könnten. Die Beamten der Wettbewerbsabteilung in der Kommission haben nun bis zum 2. Oktober Zeit, diesen Anfangsverdacht zu erhärten – oder auch nicht. Übrigens hat das deutsche Bundeskartellamt die Übernahme bereits am 18. September 2025 genehmigt. Dessen Präsident Andreas Mundt sagte damals: „Der Zusammenschluss weist nur wenige wettbewerbsrechtliche Berührungspunkte auf und gibt keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken.“
Info:
Pressemitteilung der EU-Kommission: https://germany.representation.ec.europa.eu/news/drittstaatliche-subventionen-kommission-leitet-eingehende-untersuchung-zur-geplanten-ubernahme-von-2026-05-28_de
Hier die Begründung im Amtsblatt: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=OJ:C_202603101