DAS MUSS MAN GESEHEN HABEN I Wie China Ägyptens neue gigantische Hauptstadt baut

Ägypten lässt sich eine neue Hauptstadt bauen – von China. Sie hat noch keinen Namen, sondern heißt bislang nur schlicht „New Administrative Capital“. Das ist aber auch das einzig Schlichte an diesem Bauwerk. Ansonsten herrscht hier ein Gigantismus, der selbst die Pyramiden des Landes in den Schatten stellt. Nick Corvino ist eine Stunde lang mit dem Taxi aus der noch amtierenden Hauptstadt Kairo in die namenlose neue Hauptstadt gefahren. Was er dort mitten in der Wüste gesehen hat, berichtet er in Wort und Bild in einer Ausgabe von ChinaTalk: Ein gigantisches Eingangsportal, die größte Moschee Afrikas, eine Sports City mit 22 Sportstätten (darunter ein Stadion für 94 000 Zuschauer), eine Knowledge City, einen Präsidentenpalast und eine Reihe von überdimensionierten Ministeriumsbauten. Dazwischen ein Green River mit einer Parkanlage, die sechsmal so groß ist wie der New Yorker Central Park. Ursprünglich sollte das Projekt von Capital City Partner aus den Emiraten gebaut und finanziert werden, doch das Unternehmen kollabierte 2015. Die Chinesen sprangen ein. Oberster Bauherr ist die China State Construction Engineering Corporation (CSCEC). Auch als Finanzier treten die Chinesen auf, zum Teil wurden Schulden umgewidmet. Immerhin profitiert auch ein deutsches Unternehmen von diesem Gigantismus: Siemens baut die Energieinfrastruktur in der „New Administrative Capital“.

Info:

Hier die Reportage und Bilder von Nick Corvino in ChinaTalk: https://www.chinatalk.media/p/notes-on-egypt

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