ARTIKEL I Junge Chinesen

Immer mehr junge Chinesinnen und Chinesen würde in Europa stranden. Schlechte Jobchancen, Unmut mit dem politischen System und Corona würden sie außer Land treiben, schreiben Leonardo Pape und Anna Sewerthal in einem Beitrag für die österreichische Tageszeitung Der Standard (7. Juni). Die beiden haben sich in Berlin und Wien umgesehen und festgestellt, dass diese neue Generation sich gravierend von den älteren Auswanderern unterscheiden, die meist als Restaurantbesitzer endeten. Die Jungen seien viel besser ausgebildet, aber nicht zwangsläufig Dissidenten. „Sie versuchen ganz einfach in Europa anzukommen“, schreibt das Journalistenduo. Als ihre Anlaufstellen entpuppen sich zunehmend die Ableger der Initiative 706. Diese geht auf ein Jugendzentrum im Beijinger Uni-Viertel zurück. 706 war die Hausnummer dieses Zentrums. Inzwischen hat die Initiative auch Vertretungen in Berlin und Wien, wobei die in der deutschen Hauptstadt größer und etablierter ist. Politische Themen werden meist ausgespart, sagt die Wiener Vertreterin, weil das leicht zum Streit führe. Im Mittelpunkt würden eher Identitätsfragen stehen.

Info:

Hier der Artikel von Leonardo Pape und Anna Sewerthal: https://www.derstandard.at/story/3000000322541/oida-auf-mandarin-junge-chinesen-suchen-anschluss-in-europa

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