Regelmäßig untersuchen die Rhodium Group und Merics die chinesischen Investitionen in Europa (EU und Großbritannien). Nun liegen die Zahlen für 2025 vor. Die Überschrift über den 32seitigen Report lautet „Chinese Investment Rises to 7-Year High“. Die chinesischen Investitionen in Europa haben – so die beiden Autoren Agatha Kratz (Rhodium) und Andreas Mischer (Merics) – mit 16,8 Milliarden Euro das höchste Niveau seit 2028 erreicht. Davon flossen 8,9 Milliarden Euro in sogenannte Greenfield-Investitionen (neue Fabriken auf der grünen Wiese) und 7,9 Milliarden in M&A-Aktivitäten (Übernahmen und Beteiligungen). Die größten Greenfield-Aktivitäten gab es im Bereich Batterien. Vor allem die drei großen chinesischen Hersteller CALB, CATL und Gotion bauten Fabriken in Europa. Wichtigstes Investitionsland war – wie schon in den Jahren zuvor – Ungarn (3,9 Milliarden), gefolgt von Deutschland (2,5) und Frankreich (1,9). Die Autoindustrie ist mit 7,6 Milliarden Euro nach wie vor der größte chinesische Investor in Europa. In den kommenden Jahren rechnen die beiden Autoren mit weniger chinesischen Investitionen in Europa: „Chinese firms are favoring exports over foreign investments.“ Sie nennen mehrere Gründe für die Bevorzugung von Exporten: die geopolitische Unsicherheit, der nach wie vor unterbewertete Yuan, die hohen Produktionskapazitäten im Inland und die zunehmenden Hürden für chinesische Investitionen durch die EU.
Info:
Hier kann man den Report von Rhodium und Mercis herunterladen: https://merics.org/en/report/chinese-investment-rises-7-year-high-chinese-fdi-europe-2025-update
Und hier den Report der gtai: https://www.gtai.de/en/invest/business-location-germany/foreign-direct-investment