Diese Flut sei eine Gefahr für die deutschen Einzelhändler und auch für die Verbraucher, meint der Handelsverband Deutschland (HDE), der deshalb bei IW Consult eine Studie in Auftrag gegeben hat. Das Beratungsunternehmen sollte die Folgen berechnen, die durch Shein und Temu für die Branche aber auch die Volkswirtschaft verursacht werden. Die Berater lieferten das erwünschte Ergebnis. Danach gehen 2,4 Milliarden Euro Wertschöpfung der deutschen Wirtschaft verloren, davon 1,3 Milliarden Euro im Einzelhandel. Etwa 40 000 Arbeitsplätze koste der Auftritt von Shein und Temu. Außerdem gingen dem Staat 429 Millionen Euro an Steuern verloren. Der deutsche Einzelhandel betrachtet die beiden chinesischen Unternehmen als Konkurrenten, die durch unfaire Praktiken Preisvorteile hätten (sie hielten sich zum Beispiel nicht an deutsche Vorschriften halten). Der deutsche Handel fühlt sich deshalb unter enormen Preisdruck: „Die Dauerniedrigpreise (der Chinesen) verändern die Preiserwartung der Konsumenten“, heißt es in der Studie. Es wurde auch eine Gefahr für die Verbraucher festgestellt. 68 Prozent der getesteten Temu/Shein-Produkte erfüllten nicht die erfüllten EU-Sicherheitsanforderungen. Die Studie fordert die deutsche und europäische Politik auf, die Importe der beiden unliebsamen Konkurrenten aus China weiter zu beschränken.
Info:
Hier kann man die Studie „Temu und Shein – Impact auf die deutsche Wirtschaft“ herunterladen: https://einzelhandel.de/images/publikationen/Temu_und_Shein-Impact_auf_die_deutsche_Wirtschaft.pdf