Soeben war Spaniens Premier Pedro Sánchez in China, zum vierten Mal innerhalb weniger Jahre. Zuvor war König Felipe IV. zum Staatsbesuch in China. Spanien verfolgt im Umgang mit China eine etwas andere Strategie als viele EU-Staaten. Warum das so ist, erklärt Miguel Otero Iglesias (Elcano Royal Institute) in einer Analyse der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) mit dem schlichten Titel „Spaniens Chinastrategie“. Zwar habe Spanien keine niedergeschriebene Chinastrategie wie zum Beispiel Deutschland oder die Niederlande, aber das bedeute nicht, dass Spaniens Chinapolitik inkohärent sei. Im Gegenteil: Sie habe eine erkennbare Ausrichtung, schreibt Otero Iglesias. Kern des spanischen Ansatzes sei „die nüchterne Erkenntnis, dass China eine Supermacht ist, deren wirtschaftliche Größe, industrielle Macht und technologische Entwicklung nicht ignoriert werden kann“. Eine abrupte Entkoppelung von China würde erhebliche Kosten verursachen.
Info:
Hier der Link zur FES-Analyse „Spaniens Chinastrategie“: https://collections.fes.de/publikationen/content/titleinfo/1973808