FILM I Prada-Kritik

Am 1. Mai startete in China der Hollywood-Film „Der Teufel trägt Prada 2“. Er sollte – wie der erste Teil, der 2006 lief – ein Riesenhit werden. Schon am 10. April reisten die beiden Hauptdarstellerinnen Meryl Streep und Emily Blunt nach Shanghai, um den Film zu promoten. Doch Zweifel sind erlaubt, ob er in China die Zuschauerzahlen von einst erreichen wird. Denn die Filmpremiere in China wird von einem Shitstorm in den sozialen Medien begleitet. Der setzte ein, als ein kurzer Werbeclip für den Film die Runde machte. Dort stellt sich eine neue Assistentin vor – gespielt von Helen J. Shen. Sie wird als graue Maus dargestellt: klein, aber große Brille und zudem geschmacklos gekleidet. Typus Streberin. Außerdem zeigt sie sich – dem asiatischen Klischee entsprechend – devot, indem sie sagt: “If you don’t want me, you can interview someone else. That’s totally fine. I did go to Yale.” Der kurze Auftritt löste einen Sturm der Entrüstung in den sozialen Medien Chinas aus, aber auch in denen Japans und Koreas. Er sei anti-asiatisch und rassistisch und arbeite mit den üblichen Klischees. Zudem – das wird in China moniert – werde der Namen der Bewerberin falsch ausgesprochen und erinnere damit an ein Schimpfwort für Asiaten im 19. Jahrhundert.

Info:

Hier der 38-Sekunden-Clip, der einen Shitsturm verursachte: https://x.com/20thcentury/status/2044838236657254461?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E2044838236657254461%7Ctwgr%5E141cfee4122c6d2b6749392d9a433a7fe2b94083%7Ctwcon%5Es1_&ref_url=https%3A%2F%2Fthetab.com%2F2026%2F04%2F23%2Fin-2026-the-devil-wears-prada-2-called-out-for-racism-after-new-film-clip-releases

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