Die Provinz Guangdong ist nicht mehr die wirtschaftlich stärkste Provinz Chinas, wenn man das Bruttosozialprodukt pro Kopf als Maßstab nimmt. Neue Nummer Eins ist Jiangsu. Guangdong ist nur noch Nummer Vier, liegt einen Platz hinter dem ebenfalls aufstrebenden Zhejiang. Das ergaben die neuesten Zahlen, die das Nationale Statistikbüro am 1. April bekanntgegeben hat. Über die Veränderungen berichtete Xiaochen Su in der Asia Times (27. April). Noch deutlicher wird der Wachwechsel zwischen Guangdong und den beiden Ostprovinzen Jiangsu und Zheijang, wenn man die Städterankings heranzieht. Waren 2005 noch neun Städte aus Guangdong unter den Top 25, so waren es 2025 nur noch drei. Shenzhen fiel von Platz 1 auf 6 zurück, Zhuhai von 3 auf 16 und die Provinzhauptstadt Guangzhou von 8 auf 22. Der Schwenk erklärt sich vor allem damit, dass in den beiden Provinzen Jiangsu und Zhejiang viele junge Hightech-Unternehmen entstanden sind. So befinden sich in Hangzhou, der Hauptstadt Zhejiangs, neben dem längst etablierten Alibaba-Konzern die Startups DeepSeek (KI) und Unitree (Robotik). Ein wichtiger Grund für diese vibrierende Startup-Szene in den beiden aufstrebenden Provinzen ist das Vorhandensein zweier sehr guter Universitäten, nämlich der Nanjing Uni und der Zhejiang Uni in Hangzhou.
Info:
Hier der Artikel in Asia Times: https://asiatimes.com/2026/04/geocultural-forces-reshaping-chinas-economic-map/