Ein sehr interessantes Buch über das chinesische Internet erscheint in diesen Tagen. Geschrieben wurde es von der renommierten Journalistin Yi-Ling Liu. Sie wurde in Hongkong geboren und ist dort auch aufgewachsen. Später studierte sie in Yale. Derzeit lebt sie in London. Sie schreibt für Eliteblätter wie The New York Times Magazin, The New Yorker und den New York Review of Books. Und jetzt hat sie ihr erstes Buch geschrieben – über das chinesische Internet. Das versteckt sich seit mehr als 30 Jahren hinter der „Great Firewall“. Was hinter dieser Wall passiert, beschreibt sie in dem Buch „The Wall Dancers“. Sie porträtiert darin unter anderem fünf „wall dancers“ – von Ma Baoli (Gründer einer sehr erfolgreichen Gay App) bis zum HipHoper Kafe Hu. Es sind Personen, für die das chinesische Internet gleichzeitig ein Ort der Befreiung und der Unterdrückung ist. Ich habe das Buch (noch) nicht gelesen, vertraue aber dem Urteil des von mir geschätzten Ian Johnson, der das Buch in höchsten Tönen lobte: „A masterful piece of reporting.“ Und: „A rare report from inside contemporary China.“
Info:
Yi-Ling Liu: The Wall Dancers, Knopf, 336 Seiten, 30 Dollar.