Wir müssten eigentlich immer mehr über China wissen, aber gerade für westliche Forscher wird die Forschung vor Ort immer schwieriger und risikoreicher. Das ist die Ausgangsthese des Merics-Reports „Secure Research on and in China : Lessons from community experiences”. Der Report basiert auf einem von Merics und ChinaFile organisierten Workshop im Juli 2026, wo Wissenschaftler, Thinktanker und Journalisten über ihre Erfahrungen bei Forschung und Recherche in China berichteten. Fazit: Es existieren “many barriers to carrying out meaningful exchanges or field work”. Betroffen seien davon vor allem Forschende der Fächer Politikwissenschaft, Internationale Beziehungen, Geschichte, Wirtschaft und Kultur. Auf den ersten Blick scheinen die STEM-Fächer (Science, Technology, Engineering and Mathematics) außen vor zu sein, aber auch da sei Vorsicht geboten: „Economists, computer scientists, geographics, or seismologists may become targets of suspicion as well.“ Die drei Autorinnen Jessica Batke, Daria Impiombato und Katja Drinhausen belassen es jedoch nicht nur bei einer Zustandsbeschreibung der schwieriger werdenden Lage für Forschende in China, sondern geben einen ganzen Katalog von Empfehlungen für diese Gruppe und deren Institutionen, die sie entsenden. Sehr hilfreich ist auch im Anhang eine Übersicht über Guidelines, die Regierungen und akademische Institutionen vieler westlicher Staaten herausgegeben haben.
Info:
Hier kann man den 32-seitigen Report von Merics herunterladen: https://merics.org/en/report/secure-research-and-china-lessons-community-experiences