UMFRAGE I EU-Kammer

Jedes Jahr fragt die Europäische Handelskammer in China (englisches Kürzel: EUCCC) ihre Mitglieder, wie die Geschäfte laufen und die Stimmung ist. Diesmal fand die von der Unternehmensberatung Roland Berger durchgeführte Befragung im Januar und Februar statt. 549 Firmen antworteten, was einer hohen response rate von 49 Prozent entsprach. Die Ergebnisse, die am 27. Mai veröffentlicht wurden, sind also durchaus repräsentativ. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass nach Jahren der stetigen Verschlechterung der Stimmung erste Anzeichen einer Verbesserung in Sicht sind. So sagte EUCCC-Präsident Jens Eskelund bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse: „For the first time since China abandoned its zero-COVID policy, there are signs of an uptick in business confidence.” In der Studie wird gar von einem “inflection point” (Wendepunkt) geredet. Doch bei allem vorsichtigen Optimismus stellt der Bericht fest, dass nach wie vor ernsthafte Herausforderungen bestehen. Genannt werden die Überkapazitäten in vielen Branchen, die einen Preiswettbewerb zur Folge hätten. Außerdem beklagen sich die Firmen über die zunehmenden Exportkontrollen. Interessant sind die Aussagen über den Standort China. So sagen 75 Prozent der befragten Unternehmen, dass ihre chinesischen Fabriken effizienter seien als die in anderen Ländern. 48 Prozent behaupten, dass in ihrer jeweiligen Branche chinesische Firmen innovativer seien als die europäischen. Für 94 Prozent der europäischen Firmen ist China nach wie vor der wichtigste Sourcing-Markt.

Info:

Hier kann man den Report anfordern: https://www.europeanchamber.com.cn/en/publication-business-confidence-survey

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