Immer mehr Chinesinnen und Chinesen zeigen auf internationalen Plattformen wie Youtube oder TikTok Videos über ihren Alltag. Über diesen Trend berichtet Katrin Büchenbacher in der NZZ (27. April). Den Trend gebe es schon länger in Japan und Südkorea. Von dort hätten sich die Chinesen diese Art von Videos abgeschaut. Allerdings seien sie viel langsamer und minimalistischer als die ihrer Nachbarn. Die chinesischen Videoblogger zeigen sich in banalen Alltagssituationen. „Sie polieren, quasi nebenbei, Chinas Image auf“, schreibt Büchenbacher, „sie zeigen futuristische Shopping Malls, wie schnell es geht, sich mit dem Handy Essen zu bestellen, wie günstig es sich leben lässt.“ Diese Filmchen seien viel wirkungsvoller als Chinas professionell produzierte Auslandspropaganda. Aber wie kommen die Chinesen überhaupt auf die internationalen Plattformen, die doch in China gesperrt sind? Sie brauchen einen VPN (Virtual Private Network)-Anschluss, dessen Einrichtung in China ein Kinderspiel zu sein scheint. Offenbar wird das von den Behörden toleriert – aber nur solange die Vlogger keine kritischen politischen Inhalte in ihren Videos verkünden und nur ihre Katzen streicheln.
Info:
Hier der Artikel in der NZZ mit Links zu den Videos: https://www.nzz.ch/international/videos-aus-dem-alltag-von-chinesen-und-chinesinnen-warum-millionen-zuschauen-ld.1934469