ARTIKEL I Internationale Politik

Die Zeitschrift Internationale Politik, die von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) herausgegeben wird, widmet China das Titelthema. „Der China-Schock“ lautet die Titelzeile auf dem Cover. Darauf ist ein vollgeladener Container aus China abgebildet, der bedrohlich auf den Leser zufährt. In der Unterzeile wird denn auch beschrieben, wie wir auf diesen Schock reagieren müssen: „Europas Wirtschaft muss sich besser schützen.“ Dies ist auch der Tenor, der sich durch fast alle Artikel des Titelthemas zieht. Thorsten Benner und seine Mitautoren Jakob Hensing und Florian Klumpp (alle beim Global Public Policy Institute in Berlin) sehen Deutschland im „Würgegriff Pekings“, aus dem sich zu befreien, es Mut und Härte bedarf.  Stefan Steinicke (BDI) analysiert die „Verwundbarkeit Europas“ bei kritischen Rohstoffen und fordert eine „Agenda für mehr Rohstoffsouveränität“. Danach folgen mehrere sektorale Betrachtungen. In einem Interview fordert Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA): „Europa muss seine Beziehungen zu China intensivieren, bei gleichzeitig verstärkter Diversifizierung.“  Über „Pekings Streben nach KI-Dominanz“ schreiben Antonia Hmaidi und Niklas Hintermayer (Merics). Die drei Autoren Martin Catarata, David Francas und Tim Rühlig betrachten Europas Abhängigkeit bei Pharmaprodukten und weisen „Wege aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit“. Auf die in der Diskussion etwas vernachlässigte Logistik-Branche weist Joachim Lang hin (Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft). Schließlich fordern Hans Kribbe und Luuk van Middelaar (Brussels Institute for Geopolitics, BIG) einen EU-Wirtschaftssicherheitsrat.

Info:

Hier der Link zu Internationaler Politik: https://internationalepolitik.de/de

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