Lange Zeit war Deutschland das führende Land bei den sogenannten grünen Technologien. Doch das hat sich inzwischen geändert. „Through assistant technological support and industrial policy, China has overtaken Germany as a pioneer in green technologies”. Das schreiben Nis Grünberg und Johanna Krebs in ihrem Merics-Report „Germany and China in the cleantech sector“. China dominiere inzwischen globale Wertschöpfungsketten unter anderem in der Photovoltaik, bei Batterien und der Elektromobilität. In diesen Bereichen würde China hochwertige und innovative Produkte anbieten – und das zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen. Diese Wachablösung bringe für die Verbraucher in Europa Vorteile, denn die günstigen Produkte aus China helfen hierzulande, den Klimawandel zu bekämpfen. Allerdings hat die zunehmende Dominanz auch zwei Nachteile. Zum einen können die europäischen Wettbewerber mit den chinesischen Konkurrenten nicht mithalten, und zum anderen steigt dadurch die Abhängigkeit von China in den Cleantech-Industrien. Grünberg und Krebs sehen deshalb Deutschland und Europa in „a complex strategic trilemma in which security, economic and climate interests come into conflict“. Als möglicher Ausweg aus dem Trilemma empfehlen sie: “European countries should coordinate closely to bolster supply chain resilience and trade policy bargaining power vis-à-vis China.”
Info:
Hier kann man den Merics-Report herunterladen: https://merics.org/sites/default/files/2026-10/MER-Report-Cleantech-English-261015%20%281%29.pdf