ARTIKEL I China und die USA – Rivalen im Weltraum

Lange Zeit waren die USA die führende Weltraumnation. Nun haben sie aber seit einigen Jahren einen Rivalen, der ihnen immer näher rückt: China. Über diese Entwicklung haben Kathleen Curlee und Sam Bresnick einen Online-Artikel in Foreign Affairs (14. Oktober) geschrieben. Die Überschrift lautet: „How Beijing Is Challenging Washington in Outer Space“. In ihrem Artikel zeichnen die Autoren (beide sind am Center for Security and Emerging Technolog an der Georgetown University) die Geschichte der chinesischen Weltraumpolitik nach, die schon unter Mao in den 50er Jahren begonnen hat. Ein entscheidender Moment sei für China der erste Golfkrieg 1990/91 gewesen, in dem die USA ihre Satelliten-Übermacht demonstriert hätten. Das war damals ein Schock für die chinesischen Militärs. Seitdem verstärkt China seine Aktivitäten im Weltraum, platziert Satelliten im All, baut Raketen und Weltraumbahnhöfe. Inzwischen hat China eine Weltraumindustrie aufgebaut, in der seit 2014 auch private Unternehmen eine wichtige Rolle spielen. Allein zwischen 2020 und 2025 habe sich die Zahl der chinesischen Raketenstarts von 39 auf 92 mehr als verdoppelt.  Als besonders wichtige Ereignisse werten die Autoren die beiden gelungenen Versuche Chinas in diesem Jahr, Raketen nach Abschuss wieder zurück auf die Erde zu bringen (reusable rockets). Das sei ein Weckruf für die USA gewesen: „The era of unassailable U. S. space power is ending.”

Info:

Hier der Artikel von Curlee und Bresnick in Foreign Affairs: https://www.foreignaffairs.com/china/chinas-next-frontier

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