Die aktuelle Pisa-Studie der OECD war aus deutscher Sicht mal wieder ein Dokument des Schreckens. Der Industrienation, deren nahezu einziger Rohstoff das Wissen seiner Bevölkerung ist, wurde mal wieder brutal der Spiegel vorgehalten, wie es um den Wissensstand seiner Schüler hierzulande steht. Anders hingegen China, wobei man allerdings der Fairness halber darauf hinweisen muss, dass nicht Schüler in ganz China befragt wurden, sondern nur in den zwei Städten Beijing und Shanghai sowie den beiden Provinzen Jiangsu und Zhejiang. In der Pisa-Studie wurde dies mit P-S-J-Z (China) abgekürzt. Diese vier Regionen Chinas sowie Singapur erreichten in den drei untersuchten Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Lesekompetenz die besten Leistungen. Auch Chinese Taipei (Taiwan) war bei allen drei Bereichen unter den Top Ten. Interessant ist die Feststellung der Autoren, dass die Welt sich nicht mehr in reiche Länder mit hohem Bildungsniveau und arme Länder mit niedrigem Bildungsniveau teilen lässt. Eine gute Bildungspolitik und kluge Ausgabenentscheidungen seien wesentlich bessere Prädiktoren für die Pisa-Leistungen als die Höhen der Ausgaben pro Schüler.
Info:
Hier kann man die Pisa-Studie herunterladen: https://www.oecd.org/de/publications/pisa-2025-ergebnisse-band-i-auszugsweise-ubersetzung_1562a447-de.html