REPORT I Hafenbeteiligungen

Chinesische Firmen haben in den vergangenen Jahren in europäische Häfen investiert. Vor allem drei Unternehmen haben sich dabei hervorgetan: Cosco Ports, China Merchants Ports (CM Ports) und Hutchison Ports. In Deutschland wurde besonders der Einstieg von Cosco Ports beim Hamburger Containerterminal Tollerort heftig unter Sicherheitsgesichtspunkten diskutiert. Wie gefährlich sind diese Engagements der Chinesen und – positiv gefragt – wie können die europäischen Hafenbetreiber von den Chinesen profitieren, etwa durch Know-How-Transfer und neue Lieferverbindungen? Diese Fragen versuchte der Report „Chinese Investment in EU-Seaports“ zu beantworten. Erstellt wurde er von den niederländischen Forschungsinstituten

China Kennisnetwerk, Leiden Asia Centre und Clingendael. Die Autoren untersuchten das Engagement der drei oben genannten Investoren in fünf europäischen Häfen: Piräus, Antwerpen-Brügge, Hamburg, Rotterdam und Danzig. In Piräus hätte das chinesische Investment von Cosco Ports “significantly increased efficiency, freight volumes and international connectivity”. Ebenso in Antwerpen-Brügge. Aber in Rotterdam haben die Autoren “no clear growth effects” festgestellt. Für Hamburg konnten sie aufgrund des erst kürzlich vollzogenen Engagements der Chinesen noch keine belastbaren Trends erkennen.

Insgesamt kommt der Report zu folgendem Ergebnis: „There are more risks than benefits concerning Chinese investments. However, this does not mean that Chinese investments in European seaports should in principle be avoided or reduced.”

Info:

Hier die Studie „Chinese Investment in EU-Seaports“: https://www.chinakennisnetwerk.nl/sites/ckn/files/2026-06/CKN%2026-06-03%20Chinese%20Investment%20in%20EU-seaports.pdf

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