REPORT I Forschung

Es steht inzwischen außer Frage, dass sich China in den vergangenen Jahren zu einer Technologiemacht entwickelt hat. Wie soll aber Europa mit dieser neuen Macht umgehen? Kooperieren oder nicht? Und wenn ja, in welchen Bereichen? Diese Fragen werden in den europäischen Ländern unterschiedlich diskutiert. Das ergab der Report „Fragmented Europe: Dealing with China as a technology and innovation power”, der vom European Think-tank Network on China (ETNC) herausgegeben wurde. Dort wird die Forschungspolitik von 21 EU-Staaten und Großbritannien gegenüber China analysiert. Zunächst wird festgestellt, dass sich auf EU-Ebene die Politik gegenüber China verändert habe: „In recent years, the EU’s approach to China in science and technology has shifted from unconditional openness to a logic of ‘de-risking’ and economics as well as research security.”  Doch bei der Umsetzung einer solchen Politik gebe es große Differenzen zwischen den Mitgliedsstaaten: „When it comes to the details of implementing, alignment among EU capitals is still lacking and, in business, national actors continue to follow their own strategies of economic engagement with China.” Diese Uneinigkeit gebe es auch im Wissenschaftsbereich, „where universities and institutions of higher education across Europe are actively collaborating with China partners across disciplines, especially in the STEM fields”. Angesichts der Unterschiede bleibt das Petitum der Autoren („European coordination is indispensable“) wohl ein frommer Wunsch.

Info:

Hier gibt es den Report des European Think-tank Network on China: https://merics.org/en/report/fragmented-europe-dealing-china-technology-and-innovation-power

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