ARTIKEL I Comedians

In den 2010er Jahren schwappte von Hongkong eine Comedy-Welle nach Festland China. Standup-Shows waren plötzlich in. Begünstigt wurde der Boom durch Streaming-Dienste und die Videokurzform Douyin. Junge Chinesen traten als Comedians auf, wo immer man ihnen eine Bühne bot – in Bars, in Shopping Malls oder in größeren Arenen. Sie sprachen auf mehr oder weniger witzige Weise die aktuellen Probleme ihrer Generation an – vom Rattenrennen in Schule und Universität über die Probleme bei der Jobsuche bis zum Druck von Eltern und Verwandten, doch endlich zu heiraten. Ihren Boom erlebten die Standup-Comedians während der Corona-Zeit. Doch wie geht es ihnen jetzt? Nicht mehr so gut. Das ergab eine Recherche des Freelance-Journalisten Chang Che im „The New Yorker“. Im dort soeben erschienenen Artikel „The Aftermath of China’s Comedy Crackdown” beschreibt er die aktuellen Schwierigkeiten, die die Künstler haben. Sie fürchten zunehmend die zensierenden Behörden, aber auch zunehmend das Publikum, in das sich immer mehr nationalistische und sonstige staatstragende Zuhörer mischen, die lieber buhen statt lachen.

Info:

Hier der Artikel von Chang Che in „The New Yorker“:

https://www.newyorker.com/news/dispatch/the-aftermath-of-chinas-comedy-crackdown

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