ARTIKEL I China(kompetenz)

Endlich ist sie ein Thema – die Chinakompetenz in Deutschland, die fehlende Chinakompetenz! Die Reihe „Aus Politik und Zeitgeschichte“ hat sich dankenswerterweise dieses Themas angenommen. Denn: „Die früher lang gehegte Chinaignoranz kann sich Europa nicht mehr leisten“, schreibt Marina Rudyak in ihrem Beitrag „Keine Orchidee – Über Chinakompetenz und Sinologie“. Sie stellt fest: „In den meisten Organisationen mangelt es an Chinakompetenz.“ Wie das Defizit beheben? Es „müssen mehr Forschungsinstitute und Stellen geschaffen werden, die sich dezidiert Chinas aktueller Innen- und Globalpolitik auf Basis der Auswertung von Quellen in chinesischer Sprache widmen.“ Außerdem fordert sie „interdisziplinären Dialog und Kooperation zwischen der Sinologie und anderen Fachdisziplinen“. Das sind die Forderungen an den universitären Bereich. Was die Ebene darunter tun muss – die Schulen – beschreiben Andrea Frenzel und Nadine Godehardt in ihrem Beitrag „Mehr Chinakompetenz für eine strategische Chinapolitik – Ein systemischer Ansatz beginnt bereits in der Schule.“ Sie fordern: „Der Aufbau von Chinakompetenz muss früher in der Lernbiografie verankert werden, beispielsweise im Sekundarbereich der Schulbildung.“ Neben diesen beiden Aufsätzen beschäftigt sich Christoph Müller-Hofstede mit der „China(kompetenz) in der politischen Bildung“ und Jens Damm mahnt in seinem Beitrag „Das andere China? Was wir über Taiwan wissen wollten“ ,Taiwan nicht zu vergessen (siehe zum Thema Chinakompetenz auch die Buchbesprechung CHINAHIRNliest…)

 

Info:

Die Beiträge aus Heft 7/8 der Reihe „Aus Politik und Zeitgeschichte“ kann man hier downloaden: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/326894/chinakompetenz

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