Zwei Drittel der deutschen Unternehmen spüren den Konkurrenzdruck durch chinesische Wettbewerber. Ein Drittel bezeichnet den Wettbewerb als stark oder gar sehr stark ein. Das ergab eine Sonderumfrage des DIHK, die zwischen dem 20. Juli und 10. August durchgeführt wurde und an der sich 1325 Unternehmen beteiligt haben. Besonders ausgeprägt sind die Wettbewerbssorgen bei Firmen, die in China investiert oder vor Ort eigene Standorte etabliert haben. Die chinesischen Wettbewerber würden längst nicht mehr über den Preis konkurrieren. Sie seien vielmehr technologisch stark, innovativ und international immer präsenter. Sehr unterschiedlich sind die Strategien, wie die deutschen Unternehmen auf diese chinesische Herausforderung reagieren: Drei von fünf Unternehmen setzen auf Produktinnovationen, 50 Prozent auf Kostensenkung, 39 Prozent verstärken die Suche nach neuen Absatzmärkten und ein Drittel will mit chinesischen Partnern kooperieren.
Als politische Reaktion erwarten die Unternehmen vor allem ein geeintes Vorgehen Europas. Ein Drittel ist für eine stärkere Zugangsbeschränkung des EU-Binnenmarktes für chinesische Unternehmen. 55 Prozent plädieren für stärkere handelspolitische Maßnahmen der EU, auch wenn ihr eigenes Unternehmen von negativen Konsequenzen betroffen wären.
Info:
Hier die Ergebnisse der DIHK-Sonderumfrage: https://www.dihk.de/resource/blob/186004/d608ef86266496d9b99c38b95382bec7/international-dihk-sonderumfrage-china-2026-data.pdf