DOKU I US-Strategie

Im Dezember stellte die Trump-Administration die National Security Strategy (NSS) vor. Jetzt folgte das Pentagon, das ja inzwischen Ministry of War heißt, mit seiner National Defense Strategy (NDS). Wenig verwunderlich lehnt sich das Papier an die NSS an. Oberste Priorität hat die Western Hemisphere, worunter Amerika von Alaska bis Feuerland verstanden wird. An zweiter Stelle der Prioritätenliste stehen aber bereits China und der Indo-Pazifik: „Deter China in the Indo-Pacific through Strength, Not Confrontation“. Präsident Trump strebe  „a stable peace, fair trade , and respectful relations with China” an. Er wolle aus einer Position der Stärke heraus mit China verhandeln. Auf Seite 9 des insgesamt 34 Seiten umfassenden Dokuments wird China etwas genauer analysiert: „By any measures, China is already the second most powerful country in the world and the most powerful state relative to us since the 19th century.” Und diese Macht werde noch weiter wachsen – trotz aller internen Herausforderungen. Auch Chinas Militärmacht wird anerkannt: „The speed, scale, and quality of China´s historic military buildup speak for themselves.” Die USA müssten im Indo-Pazifik “a favorable balance of military power” anstreben. Das bedeute aber nicht, dass man China dominieren wolle. Man strebe auch keinen regime change an. Das Dokument ist damit deutlich weniger konfrontativ als die vergleichbaren Dokumente unter Joe Biden. Optimistisch heißt es: „A decent peace (mit China) is possible.” 

Info:

Hier die National Defense Strategy im Wortlaut:

https://media.defense.gov/2026/Jan/23/2003864773/-1/-1/0/2026-NATIONAL-DEFENSE-STRATEGY.PDF

No Comments Yet

Comments are closed