Seit 1982 werden die Hong Kong Film Awards (HKFA) verliehen. Dieses Jahr findet also die 44. Ausgabe der prestigeträchtigen Veranstaltung statt. In die Auswahl kommt jeder Film, der in Hong Kong produziert wurde und der im Jahr zuvor (also in dem Falle 2025) „at least five screenings over seven consecutive days“ in Hongkonger Kinos verweisen kann.
Diese Bedingungen haben vier Filme erfüllt, die aber trotzdem auf der am 13. Januar verkündeten Nominierungsliste fehlen: Valley of the Shadow of Death, Finch & Midland, Vital Signs und Mother Bhumi. Jetzt wird kräftig spekuliert, warum diese Filme fehlen. Die naheliegende Antwort: Sie sind politisch nicht genehm. Bei den ersten beiden Titeln spielt ein gewisser Anthony Wang die Hauptrolle. Er ist ein Veteran der Hongkonger Filmszene, aber er hat 2014 öffentlich das „Umbrella Movement“ unterstützt. Im Film „Vtal Signs“ tritt Neo Yau auf, der zu einer Satire-Gruppe gehört, die Hongkongs Regierung kritisiert hat. In „Mother Bhumi“, einer Co-Produktion von Hongkong und Malaysia, spielt Fan Bingbing mit. Sie war lange Zeit ein umschwärmter Star des chinesischen Films. Aber nach einem Steuerskandal verschwand sie 2018 von der Bildfläche bzw. Kleinwand. Seitdem tritt sie nur noch in internationalen Filmen auf.