Eine Straße nach Afghanistan

Die wenigsten werden wissen, dass China eine Grenze zu Afghanistan hat. Es sind nur ein paar Kilometer, aber die sind strategisch enorm wichtig. Auf afghanischer Seite hat sich in den vergangenen Monaten sehr Interessantes getan. Dort wurde im sogenannten Wakhan-Korridor von Broghil eine 121 Kilometer lange Straße bis an die chinesische Grenze gebaut. Darüber berichtet Imran Kurshid in Asia Times (9. Oktober). Er sieht in dieser Straße für beide Seiten Vorteile: „It gives Afghanistan a physical link and Beijing a possible alternative route into Afghanistan and the wider region.“ Bislang setzte China vor allem auf das benachbarte Pakistan und baute dort mit viel Geld den China-Pakistan Economic Corridor (CPEC), um näher an die Nahost-Region zu gelangen. Doch immer wieder kam es entlang dieses Korridors zu Überfällen auf chinesische Arbeiter, ausgeführt von Separatisten der Befreiungsarmee Belutschistans. China passt deshalb eine alternative Route durch Afghanistan sehr gut ins Konzept, zumal sich Pakistan unter Präsident Asim Munir als unsicherer Partner entpuppt, der sich zunehmend mit den USA arrangiert. Wichtig ist noch zu vermerken, dass die Strasse in Afghanistan ohne ausländische – sprich: chinesische – Hilfe und Gelder gebaut wurde. Offenbar will die Taliban-Regierung sich nicht in eine allzu große Abhängigkeit von dem mächtigen Nachbarn begeben.

Info:

Hier der Artikel in Asia Times: https://asiatimes.com/2026/10/afghan-road-to-china-tests-pakistans-power-and-leverage/

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