Zu einer ungewöhnlichen Allianz haben sich drei Verbände gegen die chinesischen E-Commerce-Händler Shein und Temu zusammengeschlossen. In einem gemeinsamen Positionspapier werfen der HDE Handelsverband, der Markenverband und der Bundesverband der Verbraucherzentralen diesen Unternehmen vor, dass ein „erheblicher Teil“ ihrer Waren nicht den EU-Vorschriften entspreche. Sie seien zum Teil unsicher und gefährlich oder auch Markenfälschungen. Dem deutschen Handel würden dadurch 2,5 Milliarden Euro Umsatz entgehen, 30 000 Arbeitsplätze gingen verloren und dem Staat 315 Millionen Steuereinnahmen. In dem vierseitigen Papier richten die drei Verbände konkrete Forderungen an die Gesetzgeber, vor allem in der EU. Da die Behörden bei Verstößen oft keinen Ansprechpartner bei den E-Commerce-Unternehmen haben, fordern die Verbände „einen eindeutig identifizierbaren, solventen und für die Wahrnehmung seiner Aufgaben geeigneten Wirtschaftsakteur mit Sitz in der EU.“
Info:
Hier das Positionspapier der drei Verbände: https://einzelhandel.de/images/Recht/Gemeinsame%20Initiative%20sichere%20Produkte.pdf