China bringt mehr als die Hälfte aller Top-KI-Talente in der Welt hervor. 57,4 Prozent dieser Talente stammen aus China, lediglich 13,3 Prozent aus den USA und magere 6,4 Prozent aus Europa. Diese Zahlen stehen im Report „Who‘s Ahead in the Global AI Talent Race?“ – ermittelt von Damian Ma und Binyi Yang, veröffentlicht von Carnegie China. Damian Ma hat in den Jahren zuvor für den inzwischen eingestellten Thinktank Macro Polo den „Global AI Talent Tracker“ entwickelt. Auf dessen Basis hat er nun für Carnegie China einen neuen Report erstellt. Interessant ist, dass zwar 57 Prozent der Talente aus China stammen, aber nur 41 Prozent in China arbeiten. Die Erklärung hierfür ist, dass es viele chinesische Talente nach China zieht. Denn die Anziehungskraft der USA habe nachgelassen. Die Autoren nennen zwei Gründe. Erstens: Es sei inzwischen einfacher für chinesische Talente einen Job in der boomenden heimischen KI-Industrie zu finden; zweitens: die restriktiveren Visabestimmungen erschweren einen Wechsel in die USA. In dem Report befindet sich auch eine Liste der Top 30 Institutionen, bei denen die meisten KI-Talente arbeiten: Führend ist die Peking Universität vor der Tsinghua. Unter den ersten zehn sind allein fünf aus China. Das amerikanische MIT liegt auf Platz fünf. Unter den Top 30 ist keine europäische Uni oder Forschungsstätte. Die ETH Zürich und Oxford sind aus dem Ranking rausgeflogen.
Info:
Hier der Report von Carnegie China: https://carnegieendowment.org/features/whos-ahead-in-the-global-ai-talent-race