REPORT I China Exposure Index

Alle reden und schreiben von Chinas zunehmender globaler Präsenz und damit auch dessen Einfluss in diversen Ländern. Aber „we have surprisingly little systematic information on how Chinese power – understood as China’s latent capacity to influence – is actually distributed across the globe”. Das schreibt George Yin in seinem soeben veröffentlichten Report “European Exposure to Chinese Power“.  In diesem bietet Yin nun ein Instrument an, mit dem sich Chinas weltweiter Einfluss messen lässt – den „China Exposure Index“, kurz: CEI. Yin ist Senior Research Fellow am Center for China Studies an der National Taiwan University. Er hat aber auch Beziehungen zu den beiden Berliner Thinktanks GPPI und Merics. Alle drei Institute, an denen Yin wirkt, haben nun die Veröffentlichung des 72-seitigen Werks ermöglicht. In den dort vorgestellten CEI gehen viele Indikatoren ein – wirtschaftliche (unter anderem Ex- und Importe, FDI) sowie militärisch-politische (Waffenverkäufe, Konfuzius-Institute, Visafreiheit, Panda-Präsenz). All diese werden gewichtet, so dass am Schluss für jedes der 184 untersuchten Länder nur noch eine Zahl steht – der CEI. Das „most exposed country“ ist danach Südkorea, Chinas unmittelbarer Nachbarstaat. Doch überraschender ist eine andere Tatsache: Vier der sieben „most exposed countries“ liegen in Europa: Russland (Platz 2), Deutschland (3), Frankreich (6) und Großbritannien (7). Ebenfalls bemerkenswert: 14 der Top 15 Länder sind Demokratien (einzige Ausnahme ist Russland).

Info:

Hier kann man den Report „European Exposure to Chinese Power“ downloaden: https://gppi.net/2026/09/23/cei

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