ARTIKEL I Überseechinesen

Zwischen 60 und 70 Millionen Chinesen leben im Ausland. Sie sind unter dem Namen Überseechinesen bekannt und bilden inzwischen eine eigene Wirtschaftsmacht, schreibt der in Kuala Lumpur lebende Unternehmensberater Thomas Brandt in einem Beitrag für den Newsletter FAZ Pro Weltwirtschaft (29. Januar). Die meisten von ihnen leben in Südostasien, wo sie ganze Volkswirtschaften dominieren. Diese Region war in den vergangenen Jahrhunderten Zufluchtsort für arme Einwanderer aus China. Jetzt aber sieht Brandt eine neue Welle chinesischer Migration infolge der Belt-and-Road Initiative (BRI). Viele Arbeiter, die an BRI-Projekten beteiligt waren, blieben langfristig in Afrika oder Lateinamerika, prophezeit Brandt. So entstehe eine stille, aber nachhaltige Sinisierung der Welt. Neben diesen Arbeitern gibt es nach Ansicht von Brandt noch eine andere Gruppe von Chinesen, die ihr Heimatland verlassen: wohlhabende, hoch qualifizierte Chinesen. Vor allem nach Covid hätten Unternehmer und Investoren China den Rücken gekehrt und seien in steuerlich attraktive Staaten wie Australien, Neuseeland oder Kanada gezogen. Europa habe – so Brandt – diesen Trend weitgehend verschlafen. Insbesondere Deutschland gelte nicht als attraktives Ziel.    

Info:

Hier der Artikel von Thomas Brandt in FAZ Pro Weltwirtschaft:

https://www.faz.net/pro/weltwirtschaft/weltwissen/die-welt-wird-chinesischer-accg-200454014.html

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