DOKU I IWF auf Chinatour

Delegationen des Internationalen Währungsfonds (IWF) begeben sich in der Regel einmal im Jahr in ihre Mitgliedsstaaten. Das schreibt Artikel IV der Satzung vor. In den Ländern werden viele Gespräche mit wirtschaftlichen und politischen Entscheidungsträgern geführt, die letztendlich in einem Bericht münden. Der Report über China ist noch nicht fertig, aber die Gespräche sind beendet.  Sie fanden zwischen dem 2. und dem 16. November statt – allerdings wie schon in den Jahren zuvor nur per Video. Involviert war auch die indische IWF-Chefökonomin Gita Gopinath. Sie zog am 23. November eine erste Zwischenbilanz der China-Mission. Für dieses Jahr prognostiziert sei ein Wachstum von lediglich 3,2 Prozent. Für die folgenden beiden Jahre ist sie jedoch optimistischer und erwartet jeweils ein Wachstum von 4,4 Prozent. Allerdings unter der Voraussetzung, „that the current zero-covid strategy will gradually and safely lifted in the second half of 2023”. Die aktuelle Covid-Politik würde vor allem den Konsum und die Investitionen belasten, insbesondere im Immobiliensektor.. Dieser Sektor, aber auch die immer wiederkehrenden Covid-Ausbrüche und Lockdowns seien die größten Risikofaktoren für Chinas Wirtschaft. Mittelfristig solle – so Gopinath –  die Regierung „re-accelerate market-based structural reforms, such as ensuring competitive neutrality between private and state-owned firms.” Zum Schluss attestiert die Ökonomin China “positive steps toward addressing the climate crisis”.

 

Info:

Die Stellungnahme von Gita Gopinath nach den Konsultationen mit China gibt es hier: https://www.imf.org/en/News/Articles/2022/11/21/pr22401-imf-staff-completes-2022-article-iv-mission-to-the-peoples-republic-of-china

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