STUDIE I NATO und China

Was will die NATO, will sie sich gar Richtung Asien ausdehnen? Im Moment wissen es die Strategen des Militärbündnisses selbst nicht so richtig und begeben sich deshalb auf einen Selbstfindungstrip. Im nächsten Jahr soll das Ergebnis des kollektiven Nachdenkens in Form eines neuen strategischen Konzepts vorliegen.  Forscher der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) haben im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung jetzt schon mal Gedanken über die Zukunft der Nato gemacht. In der Studie „Three Visions for Nato – Mapping National Debates on the Future of the Atlantic Alliance” haben Matthias Dembinski und Caroline Fehl drei mögliche Szenarien entwickelt: „NATO classic plus“. „NATO with a global outlook“ und „NATO Generation Z”. In Hinblick auf China ist vor allem das zweite Szenario interessant, in dem die NATO sich durch Partnerschaften stärker im indo-pazifischen Raum engagieren soll. Dies werde vor allem von den USA und den dortigen Thinktanks gefordert, schreiben die Autoren. In der Studie werden – und das habe ich so noch nirgends gelesen – die Diskussionen über die Zukunft der NATO in elf Mitgliedsländern analysiert.  In jedem Länderkapitel spielt auch die Frage, wie mit China umgehen, eine wichtige Rolle. Wenig verwunderlich: Auf diese Frage gibt es in den verschiedenen NATO-Ländern unterschiedliche Antworten.  

 

Info:

Die Studie ist hier abrufbar: http://library.fes.de/pdf-files/iez/18013.pdf

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