Carsten Senz ist ein erfahrener China-Reisender. Der deutsche PR-Chef des Telekom-Konzerns Huawei ist mehrmals im Jahr in China unterwegs – beruflich wie auch privat. Man denkt, er kenne alle Tricks und Kniffe des Herumreisens in China. Doch nun bekennt er auf seinem Linkedin-Account: „Lange wusste ich nicht, dass man in China als Tourist mit deutschem Führerschein einen provisorischen chinesischen Führerschein bekommen kann.“ Ausgestellt wird dieser chinesische Führerschein an den Flughäfen in Beijing und Shanghai sowie in den Fahrzeugzulassungsstellen vieler Städte. Senz hat seinen chinesischen Führerscher in Shenzhen beantragt, wo ja das Headquarter von Huawei ist. Folgende Dokumente und Papiere musste er mitbringen: Reisepass, deutschen Führerschein, die chinesische Übersetzung des deutschen Führerscheins, ein farbiges Passfoto und das Registrierungsformular vom Hotel. Ein Übersetzungsbüro hat er übrigens per WeChat gefunden. Nach 5 Sekunden bekam er von dort eine Antwort, nach 25 Minuten hatte er die fertige Übersetzung als Scam per WeChat. Hat man alles beisammen, muss man einen Online-Termin bei der Fahrzeugzulassungsstelle beantragen (das sein aber nicht in jeder Stadt nötig, schreibt Senz). In Shenzhen musste sich Senz erst beim Anmeldeschalter anmelden, wo ihm ein Bearbeitungsschalter (mit englischsprachigem Personal!) zugewiesen wurde. Nach Zahlung einer Bearbeitungsgebühr von 10 Yuan (rund 1,20 Euro) und dem obligatorischen Anschauen eines 30-minütigen Videos über Unfälle „mit viel Blut“ (Senz) bekam er seinen temporären chinesischen Führerschein mit einer Gültigkeit von drei Monaten. Bleibt als nächster Schritt das Mieten eines Autos. Senz empfiehlt die App von China Auto Renting Inc. Wohin die Reise dann geht, hat Senz schon entschieden: „Mein nächster Urlaub: mit dem Auto durch Sichuan!“
Info:
Hier der Link zum Post von Carsten Senz auf Linkedin: https://www.linkedin.com/posts/carsten-senz_in-china-autofahren-das-geht-auch-als-activity-7434851376855162880-Dmgo/?originalSubdomain=de