RESTAURANS I Dim Sums im Bao Gao Club in Berlin

Es gibt zwar Tausende von China-Restaurants in Deutschland, die mehr oder weniger das gleiche eingedeutschte Essen anbieten. Nur wenige bieten regionale Spezialitäten an. Auch was sich oft als Sichuan-Küche anpreist, ist weit vom Original entfernt. Selbst wenn auf der Speisekarte drei Chilies („sehr scharf“) als Warnzeichen hinter dem Gericht stehen, reicht es bei weitem nicht an die gewohnte Schärfe der Sichuan-Küche heran. Verwunderlich ist auch, dass eine Spezialität der kantonesischen Küche – die Dim Sum genannten Kleinigkeiten – nur selten in seiner ganzen Vielfalt angeboten werden. Dabei stammen viele der Besitzer chinesischer Restaurants in Deutschland aus der Provinz Guangzhou (Kanton). Oft beschränkt sich das Angebot von Dim Sums auf Teigtaschen. Nur wenige Restaurants bieten die ganze Vielfalt der Dim Sums an. In Hamburg zum Beispiel das unscheinbare Mei Moon in der Bremer Reihe hinterm Hauptbahnhof, in Berlin das Aroma in der Kantstraße. Doch nun hat Berlin ein weiteres Dim-Sum-Restaurant – den Bao Gao Club in der Schönhäuser Allee 103 im Szeneviertel Prenzlauer Berg. Dem ein oder anderen wird der Name bekannt vorkommen, denn es gibt bereits den Bao Gao Club in der Markthalle Neun in Kreuzberg. Hinter beiden Clubs steckt unter anderem Kachun To. Der gebürtige Hongkonger ist in Deutschland aufgewachsen, wo seine Eltern ein Restaurant betrieben haben. Dort half er oft als Jugendlicher aus. Doch später arbeitete er als Unternehmensberater und Technologieunternehmer, ehe er mit dem Bao Gao Club wieder seine Liebe zum chinesischen Essen entdeckte. Nun sagt er: „Ich habe mir einen kleinen Traum erfüllt und ein Restaurant für Dim Sum im Kanton-/Hongkong-Stil eröffnet.“ In der ersten Zeit gab es lange Schlangen vor dem Lokal. Ich war noch nie da, habe mir aber von befreundeten Vorkostern berichten lassen, dass der Bao Gao Club sehr empfehlenswert sei.

Info:

Bao Gao Club, Schönhäuser Allee 103, Berlin.

Hier eine Geschichte über Kachun To im Business Insider: https://www.businessinsider.de/karriere/ex-mckinsey-berater-darum-vertreibt-er-jetzt-dumplings/

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