Der Hotpot ist eigentlich ein geselliges Essen. Mehrere Personen sitzen in der Regel um einen dampfenden Topf und tun dort verschiedene Zutaten hinein, die sie dann später gekocht herausfischen. Doch es gibt auch einen Hotpot für eine Person. Er heisst entweder Malatang oder Maocai, beide Versionen kommen natürlich aus Sichuan, der Heimatprovinz des (scharfen) Hotpot. In deutschen Städten gibt es inzwischen auch diverse Hotpot-Restaurants, die meisten – behaupte ich jetzt einfach – in Berlin. In der Hauptstadt starteten in den letzten ein, zwei Jahren auch sogenannte Malatang oder Maocai-Restaurants (siehe CHINAHIRN, 2. April 2024). Wobei die Bezeichnung Restaurant etwas übertrieben ist, denn diese Etablissements sind relativ schlicht eingerichtet und erinnern an etwas bessere Imbisslokale oder an Filialen von McDonalds oder Burger King. Das Grund-Prinzip der Ein-Personen-Hotpots ist simpel: Man nimmt sich eine Schüssel und füllt diese mit allerlei Gemüse, Fleisch, Fisch, Pilzen und vielem mehr. Die Zutaten pickt man mit einer Zange von einem Buffet und aus dem Kühlregal. Die Schüssel wird dann an der Theke abgegeben und der Inhalt anschließend in der Küche in einer Brühe gekocht. Ist das Essen fertig, wird der Kunde per Piepser informiert, dass er seinen Hotpot abholen kann.
Soweit das Grundprinzip, aber es gibt Unterschiede zwischen Malatang und Maocai. Bei Maocai sind die Zutaten bereits vorgekocht, während sie bei Malatang erst in der Brühe gekocht werden. Außerdem werden für die Brühen jeweils andere Gewürze verwendet. Während in Deutschland zuerst vereinzelt Malatang-Restaurants auftauchten, ist hierzulande inzwischen auch eine chinesische Maocai-Kette aktiv – Sanku Maots‘ai. Sie startete bereits 2008 in Chengdu, der Hauptstadt von Sichuan, aber auch des Maocai. Maocai wird deshalb auch als Chengdu-Fondue bezeichnet. Laut Homepage des Unternehmens hat Sanku Maots‘ai bereits über 4000 Filialen weltweit, die alle im Franchise-System betrieben werden. In Europa startete Sanku zuerst in Deutschland. Hier gibt es inzwischen Filialen in Berlin, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart. Weitere sollen folgen. Das Unternehmen sucht jedenfalls weitere Franchisenehmer.
Info:
Hier die Website von Sanku Maots‘ai: https://m.sangumc.com/en