Ja, es gibt auch in China zivilgesellschaftliche Organisationen. Rund 900 000 sollen es sein. „Trotz Einschränkungen sind sie ein wichtiger Bestandteil des heutigen Chinas“, schreibt Joanna Klabisch in einem Beitrag für die Broschüre „Die Kraft der Zivilgesellschaften in Asien“, die von der Stiftung Asienhaus in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung herausgegeben wurde. Dort wird das Wirken von NGOs in neun asiatischen Ländern beschrieben. Im China-Teil (Seite 10ff.) schreibt Klabisch: „Trotz Einschränkungen sind sie (die zivilgesellschaftlichen Organisationen, CSO) ein wichtiger Bestandteil des heutigen China.“ In dem Artikel kommen drei CSO-Vertreter aus China zu Wort. Einer sieht „eine wachsende Mittelschicht, die neue Formen des sozialen Engagements hervorbringt“. Die Öffnung des Zugangs zu Bildung, Auslandserfahrungen und der Wunsch nach gesellschaftlicher Verantwortung führten mehr Menschen in gemeinwohlorientierte Arbeit. Eine Vertreterin sieht im Generationenwechsel den entscheidenden Motor für mehr Engagement. Junge Chinesen engagierten sich stärker. Sie sagt aber auch: „Zivilgesellschaftliche Arbeit ist in China möglich, muss aber ständig neu ausgehandelt werden.“
Info:
Hier die Broschüre „Die Kraft der Zivilgesellschaften in Asien“ mit dem China-Beitrag von Joanna Klabisch: https://www.asienhaus.de/aktuelles/die-kraft-der-zivilgesellschaft-in-asien