Um die neue chinesische Botschaft in London gibt es seit Jahren eine heftige Diskussion in der britischen Hauptstadt. Bei dem Objekt handelt es sich um ein historisches Gebäude mitten in London, die ehemalige staatliche Münzprägeanstalt Royal Mint. Sie wurde bereits 2018 von China für 255 Millionen Pfund gekauft. Mit 22 000 Quadratmetern soll sie die größte chinesische Botschaft in Europa werden. Immer wieder gab es Proteste gegen den Kauf des Projekts nahe der Tower Bridge. Die Regierungen – egal, ob konservativ oder Labour – zögerten die Entscheidung immer wieder hinaus. Jetzt will sich Premier Keir Starmer noch vor seinem Besuch in China Ende des Monats entscheiden – sehr wahrscheinlich im Sinne Chinas. Ein investigativer Bericht der Zeitung The Telegraph versuchte kurz vor dieser Entscheidung nochmals Stimmung gegen das Projekt zu machen. Am 12. Januar wurde dort der Bericht „Uncovered: Secret room beneath Chinese embassy that poses threat to City” veröffentlicht. Darin wird von 208 secret rooms im Keller der geplanten Botschaft gesprochen. Für die Zeitung ist das möglicherweise ein großes Spionagezentrum. Denn diese Räume „will sit directly alongside fibre-optic cables transmitting financial data to the City of London”, wie das Finanzzentrum Londons genannt wird. Der Telegraph zitiert Alicia Kearns, die konservative Schattenministerin für innere Sicherheit: Mit der Genehmigung der Botschaft überreiche man China „a launchpad for economic warfare at the heart of the central nervous system of our critical national infrastructure.”
Info:
Hier der Bericht des Telegraph: https://www.telegraph.co.uk/news/2026/01/12/revealed-china-embassy-secret-plans-spy-basement/