Im Oktober 2024 verhängte die EU-Kommission Ausgleichszölle gegen Elektroautos aus chinesischer Produktion. Die Zölle bewegten sich zwischen 7,8 und 35,3 Prozent. Die Rechercheure der Kommission sahen es als erwiesen an, dass die Herstellung dieser Autos staatlich subventioniert wird und die chinesischen Produzenten deshalb einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil genießen würden. Wie haben sich danach die Einfuhren chinesischer E-Autos entwickelt? Dieser Frage ging Mateis Farcas vom The Conference Board nach und schrieb dazu die achtseitige Analyse „The EU Tariff Effect on EVs from China: Prices Fall, Volume Holds“. Wie zu erwarten war, haben die chinesischen Hersteller die Preise gesenkt, um trotz der Zölle weiterhin attraktiv zu sein für europäische Käufer. Nach Angaben von Farcas ist der Durchschnittspreis von chinesischen E-Autos inzwischen um rund 9000 Euro niedriger als zu Spitzenzeiten im ersten Halbjahr 2023. Deshalb konnten die chinesischen Autobauer mehr E-Autos in der EU verkaufen. Neben der Preisreduzierung stellte Farcas einen zweiten Trend fest: Statt E-Autos boten die Chinesen vermehrt Hybrid-Autos an. Diese sind von den Zöllen nicht betroffen. Farcas schreibt: „Chinese manufacturers appear to have adopted rapidly to EU tariffs by absorbing tariff costs through price reductions and redirecting production toward hybrid models to maintain market share.” Sein Fazit: “Such trade measures are unlikely to have a lasting impact on the volume of Chinese EV imports.”
Info:
Hier der Report “The EU Tariff Effect on EVs from China: Prices Fall, Volume Holds“: https://www.conference-board.org/publications/The-EU-Tariff-Effect-on-EVs-from-China-Prices-Fall-Volume-Holds