25 Jahre nach seiner Premiere kommt der taiwanesische Film „Yi Yi“ wieder in deutsche Kinos, diesmal in einer restaurierten 4K-Fassung. Der Film war das letzte Werk des großen taiwanesischen Regisseurs Edward Yang. Der 173 Minuten lange Film beginnt mit einer Hochzeit und endet mit einer Beerdigung. Dazwischen wird die Geschichte der Mittelklassenfamilie Jian in der Hauptstadt Taipei erzählt. Der Film sei aber „nicht nur ein Familien-, sondern auch ein Gesellschaftsdrama“, schreibt der Kritiker Alexander Kloß in der taz. „Yi Yi“ habe auch nach 25 Jahre nicht an Aktualität eingebüßt. Der Film bekam 2020 bei den Filmfestspielen in Cannes den Preis für die beste Regie. Bei einer Umfrage der BBC zu den 100 bedeutendsten Filmen des 21., Jahrhunderts landetet „Yi Yi“ auf dem achten Platz. Regisseur Edward Yang gehörte zusammen mit Hou Hsiao-hsien zu den Vertretern der taiwanesischen Neuen Welle, die sich von der französischen Nouvelle Vague inspirieren ließ. Das bedeutete vor allem: Lange Einstellungen, statische Kamera, wenige Nahaufnahmen und leere Räume und Stadtlandschaften. Edward Yang erkrankte nach der Fertigstellung von „Yi Yi“ an Krebs. 2007 starb er 60jährig in Beverly Hills.
Info:
Hier der Trailer der Neufassung von „Yi Yi“: https://www.youtube.com/watch?v=PxgrzNFwyqY&embeds_referring_euri=https%3A%2F%2Fde.video.search.yahoo.com%2F&embeds_referring_origin=https%3A%2F%2Fde.video.search.yahoo.com&source_ve_path=Mjg2NjY