DOKU I Wirtschaftskonferenz

Am 11. und 12. Dezember tagte – wie jedes Jahr um diese Zeit – die Central Economic Work Conference (CEWC). An ihr nahmen alle wirtschaftsrelevanten Institutionen des chinesischen Machtgefüges teil – vom Politbüro bis zu Staatsunternehmen.

Xi Jinping hielt eingangs eine Rede, Ministerpräsident Li Qiang fasste am Schluss die Ergebnisse zusammen. Nach Ende der Konferenz wurde ein Readout veröffentlicht, in dem acht Schlüssel-Aufgaben genannt werden. Die erste beschäftigt sich mit dem nach wie vor mäßigen Konsum und fordert deshalb „to persist domestic-demand as the driving force and build a strong domestic market“. Dazu passt Punkt sieben in der Aufgabenliste: „Persist in prioritizing people’s livelihood and strive to do more practical things for the masses.”  Unter diesem Punkt wird gefordert, die Beschäftigung zu erhöhen, insbesondere für  Hochschulabgänger. Interessant auch die Forderung, „to advocate a positive view of marriage and childbearing”. Für Andrew Polk (Trivium) ist das Papier “frustrating thin on detail”. Er kommentiert: “Central government spending will increase in 2026, but the good old days of large-scale stimulus aren’t coming back.” Etwas optimistischer ist eine Analyse der Investmentbank Natixis nach der CEWC: „Signals from the Central Economic Work Conference shows Beijing’s intention to deploy more fiscal stimulus to stabilize growth.”

Info:

Readout der CEWC (in inoffizieller Übersetzung von Sinocism): https://sinocism.notion.site/Central-Economic-Work-Conference-Held-in-Beijing-2c684ece41d7809bababc07a666b169c

Und hier die Einschätzung von Andrew Polk: https://triviumchina.com/2025/12/13/support-not-stimulus-the-weekly-recap/

Und hier die Analyse der Investmentbank Natixis: https://www.research.natixis.com/Site/en/publication/bQv0SsowqpgotYeIcKaf-g%3D%3D

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