Ende November tagte im marokkanischen Rabat ein Komitee der UNESCO, um eine Liste neuer immaterieller Weltkulturerbes zu beschließen und zu verkünden. Seit 2008 gibt es diese Kategorie, in der nicht Gebäude oder Orte gekürt werden, sondern Brauchtümer und Handwerksformen. Diesmal wurde neben dem französischen Baguette, dem kubanischen Rum, der tunesischen Harrisa die chinesische Teezeremonie in diesen Kreis des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen. Geehrt wird freilich mehr nur als die Teezeremonie, sondern der ganze Prozess vom Teeanbau bis zum Teetrinken. So heißt denn auch der offizielle Titel dieses Weltkulturerbes aus China: „Traditional Tea processing techniques and associated social practices in China.“ Der Tee sei omnipräsent im täglichen Leben der Chinesen, ob zuhause, am Arbeitsplatz, in Teehäusern, Restaurants oder in Tempeln, heißt es in der Begründung. Und weiter: „It´s an important part of socialisation and ceremonies such as weddings and sacrifices. The practice of greeting guests and building relationships within families and among neighbours through tea-related activities is common to multiple ethnic groups, providing a sense of shared identity and continuity for the communities.“
Info:
Hier die Begründung des UNESCO-Komitees: https://ich.unesco.org/en/RL/traditional-tea-processing-techniques-and-associated-social-practices-in-china-01884